DER PARITÄTISCHE RHEINLAND-PFALZ|SAARLAND

Der PARITÄTISCHE Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. ist einer der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Er arbeitet überparteilich und überkonfessionell — dies macht ihn unabhängig. Über 580 Vereine, Gesellschaften und Stiftungen sowie deren Einrichtungen und Dienste im Paritätischen repräsentieren die Vielfalt der Hilfeangebote und Konzepte.
Der PARITÄTISCHE repräsentiert und fördert seine Mitgliedsorganisationen in ihrer fachlichen Zielsetzung und ihren rechtlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Belangen gleich an zwei Standorten:

Landesgeschäftsstelle in Saarbrücken 

Geschäftsstelle in Mainz

WIR VERÄNDERN

Der PARITÄTISCHE Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. präsentiert sich seit Januar 2008 in neuem Erscheinungsbild. Das offizielle Logo des Verbandes ist ein rotes Gleichheitszeichen in einem blauen Rahmen.

"Dieses Signet symbolisiert hervorragend den Grundgedanken der Parität", so Landesgeschäftsführer Michael Hamm.  "Es steht für die Gleichwertigkeit von Ungleichem, für das Recht auf gleichen Respekt und gleiche Chancen." Dieser Gedanke bewog die Verbandsgremien auf Bundesebene gemeinsam mit den Landesverbänden, nach mehr als vier Jahrzehnten Abschied vom alten Verbandslogo zu nehmen. Dessen blaue Rautenstruktur war abgeleitet von der Abkürzung VWV, die auf die historische Bezeichnung 'Fünfter Wohlfahrtsverband' Bezug nahm.

WIE WIR UNS SEHEN

Massenarbeitslosigkeit, Armut, Wohnungsnot, massive Einschnitte ins soziale Netz - die Industriegesellschaft steckt in einer tiefen Krise. Millionen Menschen in Deutschland sind von den Auswirkungen betroffen. Die soziale Balance ist gestört. Mehr denn je sieht der PARITÄTISCHE sich daher als Anwalt sozial Benachteiligter und von Ausgrenzung bedrohter Menschen gefordert.

Der PARITÄTISCHE ist ein Verband sozialer Bewegungen. Ebenso wie seine Mitgliedsorganisationen fühlt er sich der Idee sozialer Gerechtigkeit verpflichtet: der Chancengleichheit, dem Recht eines jeden Menschen, ein Leben in Würde zu führen und seine Persönlichkeit frei zu entfalten.

PARITÄT - CHANCENGLEICHHEIT ALS PRINZIP
Der Gedanke der Gleichheit aller - der Parität - ist es auch, der das Selbstverständnis des Verbandes kennzeichnet: Der PARITÄTISCHE versteht sich als Solidargemeinschaft unterschiedlichster und eigenständiger Initiativen, Organisationen und Einrichtungen, die ein breites Spektrum sozialer Arbeit repräsentieren. Dazu gehören Vereinigungen wie der Sozialverband VdK, Arbeiter-Samariter-Bund, die Volkssolidarität, der Guttemplerorden, das Deutsche Jugendherbergswerk und anthroposophische Gemeinschaften aber auch Organisationen wie der Verband alleinstehender Väter und Mütter, der Deutsche Kinderschutzbund, Pro Familia, Frauenhäuser, Migranten-Organisationen, Arbeitsloseninitiativen und viele Selbsthilfegruppen aus dem Gesundheitsbereich.
Sie alle erhalten unter dem Dach des PARITÄTISCHEN die gleichen Chancen, sich zu entfalten und ihre Vorstellungen von sozialer Arbeit umzusetzen - vorausgesetzt, sie stimmen überein mit den Prinzipien des Verbandes: Der PARITÄTISCHE sieht demokratische Gesinnung, Toleranz und Offenheit als unverzichtbare Grundlagen sozialer Arbeit an.

TRADITIONELLES NEBEN PROGRESSIVEM
Der Verband ist bestrebt, ein plurales Angebot sozialer Dienste und Einrichtungen zu erhalten. Er unterstützt sowohl traditionelle Formen sozialer Arbeit als auch progressive Bewegungen, die auf gesellschaftliche Veränderungen drängen. Diese Pluralität stellt für den PARITÄTISCHEN eine bedeutende sozialpolitische Ressource dar, die das Bild der Freien Wohlfahrtspflege kontinuierlich weiterentwickelt.

MITBÜRGERLICHES ENGAGEMENT WIRD GROSSGESCHRIEBEN
Besonderen Wert legt der Verband auf die Förderung mitbürgerlichen Engagements, auf die Unterstützung ehrenamtlicher sozialer Arbeit und die Hilfe zur Selbsthilfe - einem wichtigen Charakteristikum Freier Wohlfahrtspflege.
Durch sein sozialanwaltschaftliches Wirken hat sich der PARITÄTISCHE in den vergangenen Jahrzehnten eine herausragende Position im Kreis der Wohlfahrtsverbände geschaffen.
Er zeigt soziale Mißstände nicht nur auf, sondern will durch engagiertes Handeln auf eine Sozial- und Gesellschaftspolitik hinwirken, welche die Ursachen von Benachteiligung beseitigt.
Als Markenzeichen des Verbandes gelten vor allem seine Armutsberichte und sozialpolitischen Konzepte.

GROSS, ABER NICHT ZU GROSS
Nach dem Ersten Weltkrieg ursprünglich als Zweckbündnis freier Krankenhausträger gegründet, hat sich der PARITÄTISCHE inzwischen zu einem anerkannten Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege entwickelt, dem mehr als 9000 Organisationen und Initiativen aus dem breiten Spektrum sozialer Arbeit angehören. Der PARITÄTISCHE gilt damit als größter Dachverband von Selbsthilfeinitiativen im Gesundheits- und Sozialbereich. Er ist groß genug, um nach außen Gewicht zu haben und den Anliegen seiner Mitglieder Gehör zu verschaffen; Aber er ist zugleich auch nicht zu groß, so daß er die Bedürfnisse seiner Mitgliedsorganisationen noch wahrnehmen kann.
Die innerverbandlich so wichtige Bereitschaft zum Dialog und zur Kooperation prägen auch das Verhältnis des PARITÄTISCHEN zu anderen Spitzenverbänden. Mit ihnen arbeitet er unter anderem in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zusammen. Zudem vertritt er seine Mitgliedsverbände gegenüber Politik und Behörden, unter anderem in Gremien wie dem Jugendhilfeausschuß und Organisationen, die der sozialpolitischen Meinungsbildung dienen: dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge, der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, der Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe und andere. Darüber hinaus engagiert sich der PARITÄTISCHE in fachspezifischen Organisationen wie der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für Behinderte, der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren und im Kuratorium Deutsche Altershilfe.

DIENSTLEISTUNGEN FÜR DIE MITGLIEDER
Ein wesentliches Merkmal des PARITÄTISCHEN ist seine Funktion als Dienstleistungsverband. Das bedeutet für seine Mitglieder: Sie erhalten unter anderem Rat in fachlichen, rechtlichen und organisatorischen Fragen sowie Hilfe bei der Finazierung von Projekten. Zudem bietet der Verband im Aus- und Fortbildungsbereich eine große Auswahl an Kursen, Lehrgängen und Seminaren an - sowohl für haupt- als auch für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.